Das macht die Faszination dieser Bilder aus, dass sie über sich selbst hinaus gleichzeitig zurück und voraus weisen; dass sie uns lehren, aus der erinnernden Rück-Sicht und der antizipierenden Voraus-Schau ehrfurchtsvollen Respekt auch vor den hier versammelten Stadien des Verwelkens und Dahingehens zu haben: media in morte in vita sumus.
Hermann Willers’ elegisch schöne Momentaufnahmen des großen Lebenszyklus künden von der Schönheit des Vergehens; und indem sie uns die erhebende Erfahrung vermitteln, unser selbst als bewundernde Subjekte innezuwerden, spenden sie uns über alles Verstehen und Wissen hinaus im beglückenden Sehen – angesichts aller vanitas-Symbolik – einen fast schon barock triumphierenden Trost.



Der Fotograf
Hermann Willers wurde 1966 in Rheine geboren. Er studierte an der Akademie für Fotografie in Hamburg und lebt heute als freier Fotograf in Rheine. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Portrait-, Industrie- und Architekturfotografie.
