Der „Torre de David“ in Caracas sollte ein Wahrzeichen des wirtschaftlichen Wohlstands in Venezuela werden, verfiel aber noch vor seiner Fertigstellung zu einer Bauruine. Das riesige Gebäude wurde fortan zum Zufluchtsort für Menschen, die im Schutze der Betonmauern nach Sicherheit suchten und bekam zugleich einen zweifelhaften Ruf: Kriminalität, desolate hygienische Bedingungen, lebensgefährliche Unfälle sollten das Leben hier bestimmen. Wie es wirklich im Turm zuging, konnten nur wenige Außenstehende beurteilen. Der Fotograf Alejandro Cegarra wagte sich ins Innere dieser Parallelwelt vor und fand zu seiner Überraschung vor allem eines: Normalität. Davon berichten seine Bilder über die „andere Seite des Turms“.
Jay Satriani – Filmische TraumsequenzenDer indonesische Fotograf Jay Satriani betätigt sich auf vielen kreativen Feldern. Er ist Musiker, wirkt an unabhängigen Filmproduktionen mit, arbeitet als Hochzeits- und Eventfotograf und erschafft nebenbei mit seinen Schwarzweißbildern dunkle und rätselhafte Eindrücke, die sich irgendwo zwischen Traum und Film bewegen und neben zahlreichen popkulturellen Einflüssen auch einen sehr persönlichen Ursprung haben. Wir stellen Ihnen die Arbeiten des jungen Fotografen vor.
Wege zum eigenen Bildband – Fotobucherstellung
Teil 1: Druckverfahren, Buchausstattung und Anbieterwahl
Die schönste Sammlung für hochwertige Aufnahmen ist ein Fotobuch. Wir zeigen, wie man ein Buchprojekt am besten angeht und geben Hilfestellung bei der Auswahl eines Druckdienstleisters.
Alexander Pini – Zwischen Purismus und OpulenzDie Fotografie von Alexander Pini bewegt sich zwischen Purismus und Opulenz. Dabei arbeitet er oft mit grafischen Elementen, spielt mit der Leere im Bild und integriert geschickt Personen in seine Kompositionen. Florian Adler analysiert seine Arbeiten.
Augen auf! – 100 Jahre Leica Fotografie
So viel Leica Fotografie war selten auf einmal zu sehen: über 570 Arbeiten von rund 120 Fotografen. Das Hamburger Haus der Photographie lockt mit einer Ausstellung der Superlative. Große Namen, bekannte Bilder, Klassiker, aber auch unbekannte Entdeckungen, bildjournalistische Serien und künstlerische Projekte: Die Ausstellung belegt eindrücklich, wie eine Kamera das fotografische Sehen verändert hat. Spektakulär präsentiert sich so eine Kulturgeschichte des Sehens.
Klassiker reloaded – Die neuen Epson-Scanner V-800 und V-850 im Einsatz für die Linhof Technika 3000
Digital geht das schneller mit den Legenden. Gut acht Jahre waren die beiden Epson-Scanner V-700 und V-750 auf dem Markt. Sie haben ein ganzes Segment geprägt und vielen Fotografen den Übergang von der analogen zur digitalen Dunkelkammer erleichtert. Jetzt hat Epson mit dem V-800 und V-850 die Nachfolger vorgestellt. Weil eine Legende selten allein kommt, haben wir uns zum Test bei einem feinmechanischen Meisterstück bedient, das angesichts der eigenen, 1936 begonnenen Produktionsgeschichte über einen japanischen Scanner nur die Frontstandarte rümpfen würde: der Linhof Technika.
Technik – Digitale Dunkelkammer
Nachdem wir in der letzten Ausgabe der SCHWARZWEISS die vielfältigen Möglichkeiten, die Photoshop zur Schwarzweißkonvertierung bietet, kennengelernt haben, wollen wir uns heute einmal näher mit der praktischen Anwendung, insbesondere mit partiellen Schwarzweißfiltersimulationen, befassen.
Lesergalerie – Kontraste
Licht und Schatten, Groß und Klein, Natur und Technik, der Mensch und seine Umgebung und nicht zuletzt Schwarz und Weiß. Kontraste sind insbesondere in der Schwarzweißfotografie ein reizvolles Thema, das sich sowohl inhaltlich als auch fotografisch und durch eine gezielte Bildbearbeitung vielfältig einsetzen lässt, um zu einer wirkungsvollen Bildaussage zu gelangen. Die folgenden Beispiele geben einen Einblick in das weite Spektrum dieses fotografischen Themas.

Jens Knigge – Feinste Grauabstufungen
Wenn ein zeitgenössischer Fotograf sich in der Hochphase digitaler Bildwelten bewusst für eine so altertümliche Technik wie die der Platin-Palladium-Prints interessiert, muss er schon einen triftigen Grund haben: Für Jens Knigge ist es wohl das reiche Grauwertspektrum, das nur auf diesem Weg erreicht werden kann. Den Produktionsprozess vom Auslösen seiner Großbildkamera bis zur Dunkelkammerarbeit hat Knigge – wie Irving Penn vor ihm – perfektioniert wie kaum ein anderer.
Eine Frage von Farbe?
Zur Retrospektive von Joel Meyerowitz in Düsseldorf
Der US-amerikanische Fotokünstler Joel Meyerowitz gehört zu den Ikonen der zeitgenössischen Fotografie, doch mag es den einen oder anderen SCHWARZWEISS-Leser wundern, den „Advokaten der Farbe“ hier besprochen zu finden. Denn Meyerowitz zählt mit William Eggleston und Stephen Shore zu den Pionieren der „New Color Photography“ und arbeitet seit Mitte der 1970er Jahre ausschließlich in Farbe.
