SCHWARZWEISS 80

SCHWARZWEISS 80


Gardens of Eden
Christian Cravos Hommage an Haiti
Tonwerte digital!
Digitales Schwarzweiß in Perfektion
East to East
Klavdij Sluban transzendiert die Wirklichkeit

13,55 EUR

Christian Cravo – In the Gardens of Eden
Der mehrfach ausgezeichnete brasilianische Fotograf Christian Cravo schuf mit seiner Serie „In the Gardens of Eden“, deren einzelne Bilder zwischen 2001 und 2010 entstanden, ein ebenso poetisches wie eindringliches Porträt über die Menschen auf Haiti und ihre Kultur, das vor dem Hintergrund der Erdbebenkatastrophe besonders anrührt.

Ted Witek – „Mit wenig Zeit und wenig Licht“
Ted Witek hat wenig Zeit zu fotografieren, deshalb arbeitet er vor Ort mit dem was er hat, im Zeifel auch mit wenig Licht. Das muss nicht von Nachteil sein. Die „Available Light“-Fotografie erfreut sich großer Beliebtheit und führt, richtig eingesetzt, zu atmosphärisch dichten Ergebnissen. Karl-Heinz Warkentin bringt uns Witeks Arbeit näher.

Technik – Push- Pullentwicklung und das Zonensystem
Immer wieder starten Fotografiebegeisterte in die Selbstverarbeitung mit dem sogenannten Pushen von Schwarz-Weiß-Filmen. Das kann man an den Fragestellungen in den verschiedenen einschlägigen Foren leicht ablesen. Diese Motivation der Neueinsteiger für eine Selbstverarbeitung von Filmmaterial muss man sehr ernst nehmen, denn nur über sie lassen sich ja auf Dauer befriedigende Ergebnisse erzielen. Auf der anderen Seite wird der ernsthafte SW-Fotograf, der mit dem Zonensystem vertraut ist doch meist etwas blass, wenn er das „Unwort“ Push-Entwicklung hört.

Lesergalerie – Street
Street-Fotografie war das Thema. Ein weites Feld mit vielen Möglichkeiten, aber auch eines mit vielen Tücken. So mussten wir bei der Auswahl mehrfach überlegen, ob die Persönlichkeitsrechte Dritter betroffen waren bzw. ob die Aufnahmen von der Kunstfreiheit „gedeckt“ wurden. Immerhin hat uns das auch dazu inspiriert, uns diesem Thema demnächst noch einmal ausfühlich zu widmen.

Technik – Tonwerte digital!
Die Schwarzweißfotografie ist auch in Zeiten immer perfekter werdender digitaler Aufnahmesysteme eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit, möchte man qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen.Auch die teuersten und besten Digitalkameras produzieren nicht ohne weiteres – quasi auf Knopfdruck – Schwarzweißfotografien, die die Tonalität klassischer, analoger Aufnahmen erreichen. Werden jedoch alle erforderlichen Arbeitsschritte, von der Aufnahmetechnik, über die Bildbearbeitung, bis zum perfekt ausgearbeiteten Digital-Baryt-Print mit geeigneten Tintenstrahlsystemen beherrscht, stehen die Ergebnisse klassischen Schwarzweißaufnahmen in nichts nach.

Elke Reinbold – Venezianische Licht-Schattenspiele
Bilder aus der Traumstadt Venedig hat man eigentlich schon in großer Fülle gesehen. Um so überraschender waren die Begegnungen auf der „Art ­Karls­­ruhe“ mit Arbeiten von Elke Reinbold. Drei ausgestellte Bilder machten so neugierig, dass SCHWARZWEISS wissen wollte, was da sonst noch an Qualität zum Thema zu entdecken war. Nun, was wir dazu erhielten, hat mehr als überzeugt. Elke Reinbold stellt in einigen ihrer Arbeiten Kontraste besonders heraus. Die so entstehende grafische, zum Teil auch geheimnisvolle Bildwirkung garantiert ihren Fotos spektakuläre Präsenz.

Klavdij Sluban – East to East
In der Literaturwissenschaft gibt es die goldene Regel, einen Text immer aus sich selbst heraus zu interpretieren, nicht etwa über den Autor. In der Fotografie ist es mit dem Bildinhalt ähnlich. Dennoch gibt es Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Klavdij Sluban, Gewinner des European Publishers Award 2009, ist eine solche Ausnahme. Mindestens ebenso Philosoph wie Fotograf, muss man sich mit seiner Sicht auf die Welt und die Fotografie befassen, will man tiefer in sein Werk blicken.

László Moholy-Nagy – Kunst des Lichts
Vom November letzten Jahres bis zum 16. Januar zeigten die Berliner Festspiele im Martin-Gropius-Bau, Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Círculo de Bellas Artes, Madrid, dem Gemeentemuseum Den Haag und La Fábrica eine umfassende Werkschau des ungarischen ­Allround­genies László Moholy-Nagy (1895–1946). Grund genug, die Bedeutung des Schaffens von Moholy-Nagy für die Fotografie noch einmal zu beleuchten.


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