Kilda Verlag
    Grundlagen und Probleme einer Roten Liste Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie

    Grundlagen und Probleme einer Roten Liste

    der gefährdeten Biotypen Deutschlands

    339 Seiten
    Paperback, 17 x 24 cm

    15,00 EUR

    ISBN 10: 3-88949-192-8

    Inhalt
    Die Roten Listen gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pflanzengesellschaften haben sich als wesentliche Argumentationshilfe im Bereich des Arten- und Naturschutzes bewährt. Neben ihrer naturschutz-strategischen Funktion wurden sie zu einem zentralen Instrument der naturschutzfachlichen Bewertung in der Praxis. Da der Biotopschutz eine wesentliche Grundlage für erfolgversprechenden Naturschutz darstellt, kommt einer Übertragung dieses Ansatzes auf Lebensraumtypen besondere Bedeutung zu.

    Die Erstellung einer Roten Liste Biotope stellt die Bearbeiter vor erhebliche fachliche und methodische Probleme. Hierzu zählen die Festlegung der zugrunde zu legenden Lebensraumgliederung, die adäquate Berücksichtigung floristischer, faunistischer und tierökologischer Gesichtspunkte und die Entwicklung von Gefährdungskategorien, welche die Gefährdungssituation eines konkreten Biotoptyps möglichst genau beschreiben können und dennoch hinreichend operabel für die Praxis sind. Darüber hinaus gilt es, Konzepte zu entwickeln für die Zusammenführung und vergleichende Auswertung der verschiedenen Kartierungsvorhaben als repräsentativen Informationen über die jeweiligen Flächenanteile (in Abhängigkeit von den Regionen) und über Bestand und Bestandsentwicklung schützenswerter Lebensstätten.

    Ziel dieses Tagungsbandes ist es, diese Problemfelder zu konkretisieren, in ihrer Bedeutung zu gewichten und erste Lösungsansätze vorzustellen. Ausgehend von einer Übersicht über vorhandene Ansätze, Ziele und Erfahrungen ähnlicher Vorhaben auf der Ebene der Bundesländer wird der Diskussion der fachlichen und methodischen Rahmenbedingungen breiter Raum eingeräumt. Weitere Beiträge befassen sich mit der Ansprache und Erfassung der Biotope im Gelände, der Einbeziehung von Zielarten, der Bewertung zeitlichdynamischer Prozesse und der Berücksichtigung von regional untersc hiedlichen Gefährdungssituationen.

    Ein detailliertes Verzeichnis aller Lebensraumtypen Deutschlands, das als vielfältig einsetzbare Referenzliste die Grundlage der künftigen Roten Liste bilden soll, und ein Vorschlag für ein System von Gefährdungskriterien runden diesen Tagungsband ab.


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    Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie
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