Rote Listen haben sich als ein wichtiges und ungewöhnlich vielseitig einsetzbares Instrument des Naturschutzes bewährt. Ihre Veröffentlichung kennzeichnet aber immer nur einen gewissen zeitlichen Bearbeitungsstand, während gleichzeitig die Entwicklung der Bestände der Tiere und Pflanzenarten wie auch die Erforschung und Verarbeitung der daraus resultierenden Ergebnisse weiterläuft.
Ziel dieses Tagungsbandes ist es, in gewisser Weise eine Bilanz zu ziehen zu den in den letzten zehn Jahren erfolgten Veränderungen und Entwicklungen im Gefährdungsstatus der Tierarten, zum relevanten Wissenszuwachs speziell auf den Feldern der Faunistik, Ökologie, Populationsdynämik und Biozönologie, zu den Ursachen-Wirkungs-Zusammenhängen der Artengefährdung , und zu den Möglichkeiten bzw. Problemen einer Bestandssicherung.
Diese Ergebnisse dienen einmal der Verbesserung der fachlichen Grundlagen für die praktische Naturschutzarbeit und zum anderen der Vorbereitung, einer in naher Zukunft geplanten, vollständigen Revision und Fortschreibung der Roten Liste der in der Bundesrepublik Deutschland gefährdeten Arten.
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